Kanada

von Juliane Böcke

Im vorherigen Post habt ihr ja schon meine Erlebnisse zu Nordamerika lesen können. In diesem Beitrag erfahrt ihr mehr zum letzten Teil der Kreuzfahrt in Kanada. Aus diesem Grunde nehmt euch etwas Zeit und lasst euch inspirieren 😉


4. Stop Saint John

Erstmals mit einem Schiff die Grenze überfahren – Willkommen in Kanada. Wir verbringen den heutigen Tag in Saint John (New Brunswick). Die beeindruckende Stadt mit eleganter Architektur haben wir auf eigene Faust erkundet. Dies ist ohne Probleme möglich, weil das Stadtzentrum nur wenige Gehminuten vom Schiff entfernt liegt. Schnell sichtet man den berühmten Old City Market, welcher als typisch bunte und vielfältige Markthalle bekannt ist. Er wird in Reiseführern genannt und sollte definitiv besucht werden, da die Auswahl und Produkte wirklich vielfältig und interessant sind.
Die relativ überschaubare City ist leicht zu besichtigen und alles zentral verortet. Vom Market Square aus sind in wenigen Kilometern sämtliche historische Bauwerke erschlossen. Wie überall sind auch hier viele Grünanlagen, Kirchen nebst Museen vorzufinden. Es ist insgesamt eine sehr gepflegte und ansehnliche Stadt. Kleine Malls inmitten der angeordneten Straßenmustern einschließlich niedlichen Cafes und Plätzen runden das Gesamtbild ab. Gerade im Herbst sind die Anblicke der Alleen und einzelnen Bauten noch mal ein echter Hingucker.

Ein weiteres Highlight sind die sog. Reversing Falls im Südwesten der Stadt. Zweimal täglich lässt die Flut den Wasserspiegel der Bay of Fundy (ebenfalls eine bekannte Attraktion) steigen. Zu dieser Zeit lässt sich beobachten, wie das hereindrängende Meerwasser den Saint John River „zwingt“ rückwärts wieder ins Land zu fließen. Diese Aussichtspunkte sind vom Schiff ca. 7 km Fußweg entlang des Flusses und der Natur entfernt. Bei idealen Wetterbedingungen vergeht die Zeit wie im Flug und ihr könnt unterwegs evtl. etwas Indian Summer Feeling erhaschen.


5. Stop Halifax

Der nächste Halt war Halifax. In der Provinz Nova Scotia ist Halifax eine wahre Handels-, Finanz- und Kulturmetropole. Die Entfernungen sind auch hier recht überschaubar und in wenigen Stunden hat man den Großteil abgelaufen. In Neuschottland herrscht ein recht mildes Klima und eine abwechslungsreiche Landschaft. Wir haben viele unberührte Parks sowie viele Seen und Flüsse im Landesinneren gesehen. Auch außerhalb der City gibt es jede Menge Flora und Fauna, welche speziell zu dieser Jahreszeit sehr schön anzusehen ist.

Wir besuchten die bekannten Public Gardens, welche im viktorianischen Stil herausstechen. Sorgfältig angelegte Blumenbeete, Statuen und Brunnen im Inneren, viele Sitzmöglichkeiten und eine außerordentliche Sauberkeit vor Ort ließen uns staunen. Im Anschluss besuchten wir die auf dem Hügel liegende Zitadelle. Die Festung ist eine beliebte Touristenattraktion und kann nur kostenpflichtig besucht werden.

Auf dem Rückweg zum Schiff schlenderten wir die Hafenpromenade entlang. Die sog. Historic Properties beidseits der Lower Water Street vermitteln erneut einen Einblick in die Historie. Wir flanierten zwischen restaurierten Lagerhallen wie auch renovierten Holzkonstruktionen, welche mittlerweile kleine süße Geschäfte und Restaurants beherbergen.
Am Pier hatten wir die Möglichkeit noch einige Souvenirs zu kaufen und den Ausblick zu genießen.

Wer möchte, kann auch einen Tagesausflug in das bekannte Fischerdorf Peggy’s Cove unternehmen. Dieser Ort zählt zu den meist fotografierten Küstenorten am Nordatlantik mit bunten Häuschen und farbigen Kuttern. Zur Attraktion wird der malerische Leuchtturm auf den Felsen an der Küste.


Bei unserer Reise konnten wir nur einen kurzen Einblick in die Landschaft Kanadas erhaschen. Auf jeden Fall sind es zwei schöne und dennoch unterschiedliche Städte, welche einen Besuch wert sind. So gegensätzlich zu großen Metropolen umgeben von Shoppingmalls und typischen Verkehrschaos genießt der Besucher in Ost-Kanada vorwiegend die Gemütlichkeit und Natur.
Leider hat man in den Citys direkt nicht die Möglichkeit den typischen Indian Summer zu bestaunen, weil dieses Schauspiel in Naturregionen einfach viel besser zur Geltung kommt.


Wart ihr schon mal in Kanada? Würde euch dieses Land reizen oder bevorzugt ihr eher die USA? Ich bin froh, diese Eindrücke mitnehmen zu dürfen.

Bis bald, seid lieb gegrüßt
Eure Julez

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