Standesamt Termin

von Juliane Böcke

Was zu jeder Eheschließung dazugehört, ist die standesamtliche Trauung. Erst dann wird es schwarz auf weiß. Viele heiraten ausschließlich standesamtlich, andere hingegen möchten auch gerne noch die kirchliche Trauung vollziehen. Beide Termine sollten gut überlegt sein, da einer alleine schon recht viel Aufwand und Nervenkitzel mit sich bringt. Da wir uns auch für die doppelte Variante entschieden haben, fällt der standesamtliche Termin etwas vor den kirchlichen Trauung. Was es hierbei zu beachten gibt, schildere ich euch nachfolgend aus meinen Erfahrungen.


Im Vorfeld

Beim 1. Besuch benötigt ihr einen Auszug aus dem Geburtenregister eures Ortes der Geburt. Ohne dieses Dokument beider Eheleute wird gar nicht weiter gesprochen. Dieses Dokument erhaltet ihr bei den zuständigen Bürgerdiensten eures Geburtsortes. Bei mir leider 500km entfernt und somit konnte ich dieses Dokument zum Glück per Mail anfordern. Hierzu benötigt ihr nur eine digitale Kopie eures Reisepasses als Nachweis der Identität. Dieser Auszug aus dem Geburtenregister kostet 10 € und darf beim Vorstellen im Standesamt nicht älter wie 6 Monate sein.
Das Datum der Eheschließung sollte gut überlegt sein. Habt ihr einen persönlichen Favoriten? Ist es vielleicht eine Schnapszahl oder sonst ein wichtiges Datum für euch? Dann könnt ihr mit diesem Wunsch zu eurem jeweiligen Standesamt (abhängig vom Wohnort) gehen.
Erster Knackpunkt hier: die Vergabe eines Datums erfolgt auf den Tag genau 6 Monate vorher. Das heißt, wenn es ein beliebtes Datum ist oder evtl. ein Brückentag dann heißt es schnell sein. Die Mitarbeiter sind sehr streng und gehen keinen Kompromiss ein. Somit herrschen gleiche Bedienungen für alle Hochzeitslustigen 😉 Ach und übrigens solltet ihr daran denken, dass die Behörden sehr eingeschränkte Öffnungszeiten haben.


Dokumente

Sobald ihr den Weg zum Standesamt geht und euch einen Termin für eure Trauung zu reservieren, benötigt ihr eueren Personalausweis. Sofern ihr kein deutscher Staatsbürger seit, werden entsprechende andere Unterlagen, wie Reisepass, benötigt. Ihr bekommt einige Fragen gestellt. Ob man schon mal verheiratet war? Ob es gemeinsame Kinder gibt? Wie will man nach der Eheschließung heißen? Soll die Religion mit auf der Heiratsurkunde vermerkt werden? Und noch einige andere Fragen zur Anschrift und Wohnhaft. Wenn möglich sollte man auch vor der Eheschließung nicht umziehen, da dies wieder einen Mehraufwand mit sich bringen würde und sicherlich Geld kostet. Ich möchte es also nicht probieren 🙂
Da ich selber auch etwas überrumpelt wurde mit den vielen Fragen und durchaus wichtigen Entscheidungen, wie der Namenswahl, empfehle ich euch, dass im Vorfeld jeder für sich und dann gemeinsam zu besprechen. Damit der Termin und das dort gesagte nicht im Nachhinein bereut wird. Klar spricht und denkt man im Vorfeld immer sehr viel, aber wenn es dann doch soweit ist und auch final wird, dann bekommt diese Situation noch mal eine ganz andere Bedeutung und Wichtigkeit.

 


Gebühren

Was ebenfalls noch anzusprechen ist, sind die Gebühren für spezielle Tage. Ab Freitagnachmittag sowie am Samstag fallen extra Kosten an. An ausgewählten Sonntagen können in den jeweiligen Bezirken auch noch mal zu bestimmten Uhrzeiten Trauungen stattfinden. Dies können euch die Standesbeamten entsprechend mitteilen. Die Gebühren haben es natürlich in sich. So dass wir am Samstag noch mal oben drauf 125€ nur allein für die Bereitstellung eines Standesbeamten bezahlen. Am Freitagnachmittag wäre es die Hälfte. Es ist ja nicht so, dass eine Hochzeit und das ganze drumherum nicht schon ein halbes Vermögen kostet. An sich sind die Kosten für die gesamte Bereitstellung und Beglaubigung nicht ganz günstig. In Baden-Württemberg kommen dann noch 40€ für die Prüfung der Eheschließung hinzu. Sofern ihr vielleicht in eurem Heimatort heiraten wollt, muss dies auch unter den Standeämtern kommuniziert.

 

Diese Abwicklung kostet erneut 30 €.
Beim Vor-Ort-Besuch könnt ihr euch dann noch ein Stammbuch aussuchen, welches ebenfalls kostenpflichtig ist und euch zur Trauung ausgehändigt wird. Diese gibt es in klassischen Varianten sowie in moderneren Ausführungen.

 


Gut zu wissen

Wenn euer Termin bekannt ist, wird ein weiterer Termin zur Unterschrift vereinbart. Dieser ist ca. 6-8 Wochen vor gewünschten Trautermin. An diesem Termin werden dann auch die Kosten beglichen. Dabei enthalten sind die Prüfgebühren für die Eheschließung, in unserem Fall die Gebühr für Trauung am Samstag, das Stammbuch und sicher noch der ein oder andere Unkostenbeitrag. So werden wir in Kürze zu unserem Unterschriftentermin mal eben 300 € (bar oder EC-Karte) bezahlen.
Des Weiteren sollen an diesem Termin die Kontaktdaten der Trauzeugen in schriftlicher Form eingereicht werden. Die Trauzeugen müssen zur Termin der Eheschließung volljährig sein und ein Ausweisdokument (Personalausweis reicht) mitbringen. Die Trauzeugen werden in der Urkunde und im Stammbuch entsprechend genannt und deshalb von den Beamten schon vorbereitet.


Plant ihr eventuell auch eine Hochzeit und habt ähnliche To-Do’s? Oder seid ihr bereits verheiratet und hatte ähnliche Erfahrungen mit dem Standesamt in eurem Ort? Habt ihr nur standesamtlich geheiratet? Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen noch bringen und bis April zu unserem Termin ist nicht mehr viel Zeit. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Bis dahin, seid lieb gegrüßt

Eure Julez

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